Volume 11, Issue 4 / 2009 - German

Executive Summaries

Strategien, um die Rezession

zu überstehen Von Richard L. Gundling Die wirtschaftliche Rezession hat die US-Amerikanischen und europäischen Krankenhäuser auf nahezu jeder Ebene gefordert – und doch bleiben viele Finanzdirektoren der Spitäler standfest, im Wissen, dass die Schritte, die sie heute zur Kostensenkung, Gewinnmaximierung und Erhaltung des Cashflows einleiten, ihre Krankenhäuser im Endeffekt zu stärkeren, effizienteren Einrichtungen machen werden, die in der Lage sind, rasch auf die wirtschaftlich harte Zeiten der Zukunft zu reagieren. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchungen hat die HFMA neun Schlüsselstrategien gegen die Rezession ausfindig gemacht: Den Fokus auf Wert beibehalten; Design und Kosten der Zulieferkette neu verhandeln; Mit Angestellten offen und ehrlich sein, ihre Hilfe erbitten; Belegschaft laut Patientenzensus; Innovationen im Einkommensmanagement verfolgen, um Cash zu bewahren; Zu den Ärzten enge Arbeitsverhältnisse aufbauen; Budgetpläne für den Notfall erstellen; Den Kapitalplan anpassen, und belastbar sein.


Kosten-Effektivitäts-Analyse: Was Jeder Manager Wissen Sollte

Von Silvia Ondategui-Parra

Das fundamentale Prinzip jeder wirtschaftlichen Analyse ist, dass Entscheidungen gefällt werden müssen, auf welche Weise Ressourcen einzusetzen sind, und dass es einen begrenzten Pool an Ressourcen gibt, aus dem alle medizinische Versorgungen für jeden einzelnen geschöpft werden. Dieses Prinzip wird nicht angezweifelt. Durch Bereitstellung von Schätzungen der Outcomes und Kosten veranschaulichen diese Analysen die Kompromisse, die mit diesen Entscheidungen bezüglich einer Mehrzahl klinischer Interventionen einhergehen, um die beste Gesundheitsfürsorge zu bieten. Es war noch nie so klar wie in unserem derzeitigen Gesundheitsklima: Diese Kompromisse sind unvermeidbar.

 

Grob gesprochen können die Werkzeuge der klinischen Ökonomie auf die Analyse der medizinischen Praxis eingesetzt werden, um Entscheidungen bezüglich Res sourc - enverteilung für klinische Interventionen zu verbessern.


Ärzte zu Finanzexperten Ausbilden

Von Lee Campbell

Ein Handbuch mit dem Titel ‚A Guide to Finance for Hospital Doctors’ ist in Kooperation zwischen der Academy of Medical Royal Colleges und der Audit Commission des Vereinigten Königreichs ausgearbeitet worden. Die NHS (National Health Services) haben den positiven Einfluss anerkannt, den Ärzte haben können, und gehen davon aus, dass die Ausbildung von Klinikern bezüglich finanzieller Angelegenheiten zur Verminderung von Kosten führt, die Kosten-Effektivität erhöht und gleichzeitig die Effizienz und Qualität der Gesundheitsfürsorge verbessern wird. Eine Initiative wie diese ist in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs von besonderer Bedeutung, und wird es auch dann noch sein, wenn sich die Situation wieder verbessert; auf dem Krankenhaussektor wird Kosten-Effektivität immer eine der wichtigsten Prioritäten sein.


Kulturell Kompetente Gesundheitsfürsorge Bieten

Von Geri-Ann Galanti, Aziz Sheikh

Das Ausüben eines medizinischen Berufs in der heutigen multikulturellen Welt erfordert mehr als nur klinische Expertise; auch kulturelle Kompetenz ist gefragt. Verständnis für und Sensibilität gegenüber dem Kulturkreis der Patienten kann Gesundheitssystemen dabei helfen, eine effektivere Betreuung anzubieten, und gleichzeitig die Frustration zu vermeiden, die aus einem mangelnden Verständnis geboren wird.

 

Kulturelle Kenntnis und Sensibilität kann die Qualität einer medizinischen Behandlung verbessern, indem das Vertrauen des Patienten gestärkt wird – ein Schlüsselfaktor in der Compliance. Gleich - zeitig kann der Stress des Gesundheitsanbieters vermindert werden. Allen im Gesundheitsbereich Tätigen sollte der Unterschied zwischen Stereotypien und Generalisationen nahegebracht werden; Stereotypien werden als Endpunkte eingesetzt, es gibt keine weitere Erforschung des Individuums, während Generalisationen als Startpunkte eingesetzt werden können. Werte sind ebenfalls von Bedeutung.


Die Integration Europäischen Fachpersonals

Von Dr Jolanta Lapczynska

In jüngeren Jahren haben die NHS Probleme damit gehabt, eine ausreichende Anzahl medizinischen Fachpersonals zu behalten, was zu einem Mangel in diesem Bereich geführt hat. Um dieses Defizit an Qualifikation zu bekämpfen, haben sich die NHS Ziele für das Gewinnen von Fachärzten, Allgemeinmedizinern und Krankenpflegepersonal gesetzt. Dr. Jolanta Lapczynska berichtet über ihre Erfahrungen als Radiologin in Großbritannien.

 

Sie erkannte, dass die Arbeit als Radiologin in Polen sich radikal von der Arbeit in Großbritannien unterscheidet. In Polen wird großen Wert auf umfassende allgemeinmedizinische praktische Erfahrung gelegt, während man in Großbritannien nach der Fachärzteprüfung eine Subspezialität auswählt und dann eine Karriere auf diesem Gebiet verfolgt. Eine Rückkehr nach Polen wird daher schwierig sein werden, da sich die Ärztin wegen des Verlustes des generellen allgemeinmedizinischen Wissens nicht so einfach wieder in das polnische Gesundheitssystem einfügen kann. Obwohl sie mit ihrer Erfahrung in Großbritannien generell zufrieden ist, hat die Sprachbarriere doch einige Probleme verursacht (medizinische Abkürzungen, unleserliche Handschriften).


Akkreditierung Ambulanter Einrichtungen

Von Carlo Ramponi

Aufgrund der alternden Bevölkerung und dem verstärkten Druck, der damit auf Krankenhäuser ausgeübt wird, wird die ambulante Versorgung immer wichtiger. Nachdem diese mehr und mehr in Anspruch genommen wird, ist das Vorhandensein von Akkreditierungsprogrammen wichtig. Akkreditierung bedeutet einen Prozess, in dem eine Entität, separat und verschieden von der Gesundheitsorganisation – üblicherweise staatlich – die Gesundheitsorganisation bewertet, um festzustellen, ob diese gewisseStandards erfüllt, die dazu dienen, die Sicherheit und Qualität der Betreuung zu verbessern. JCI Akkreditierungsprogramme basieren auf einem internationalen Rahmenwerk von Standards, die auf örtliche Bedürfnisse angepasst warden können.

 

Manager spielen eine wichtige Rolle in der Bereitstellung ausgezeichneter klinischer Angebote. Eine effective Führung beginnt mit dem Verständnis der unterschiedlichen Verantwortungen und Autoritäten der Individuen in der Organisation, und wie diese Individuen zusammen arbeiten.


Die Effektivität Der Von Pflegepersonal Geführten Kliniken

Von Tamara Page, Tiffany Conroy

Eine zu wenig anerkannte Möglichkeit im Management der CHD (koronaren Herzerkrankung) ist der Einsatz von Kliniken, die von Pflegepersonal geleitet werden. Diese Kliniken wurden durch ihren Fokus auf Gesundheit – im Gegensatz zu Krankheit – und eine Betonung auf Lebensmanagement – im Gegensatz zu Diagnose und Intervention – definiert. Studien über die Effektivität der von Pflegepersonal geführten Kliniken für Patienten mit CHD haben klinische Verbesserungen ergeben, einschließlich einer Verminderung von Angst und Depression, einer Verbesserung von Lebensqualität und höherer Zufriedenheitswerte.

 

Laut Ansicht von Allgemeinmedizinern und Pflegepersonal hat die Errichtung dieser Kliniken zu einem verbesserten Service für Patienten geführt. Diese Einrichtungen warden auch als effektive Maßnahme gesehen, den Umfang und die Struktur der Gesundheitsversorgung zu verbessern, sie sind zudem fähig, die beste Evidenz einzusetzen, und geben ein Bekenntnis zur Verbesserung von Patientenbetreuung ab.

 

Ein weiterer Vorteil dieser Kliniken in die verbesserte berufliche Autonomie des Pflegepersonals. Sowohl Allgemeinmediziner als auch das Pflegepersonal sind der Meinung, dass diese Kliniken die Rolle des Pflegepersonals erweitern, und damit auch deren Selbstvertrauen, Fähigkeiten und Zufriedenheit mit dem Beruf.


PAPT – Patient Admissions Prediction Tool (Werkzeug zur Voraussage der

Patientenaufnahmen) Von Justin Boyle

Evidenz-basierte Forschung zeigt, dass eine Überfüllung von Notfallabteilungen zur Umleitung von Rettungswägen führt, zu verlängerten Krankenhausaufenthalten, vermehrten medizinischen Fehlern und damit erhöhter Patientenmortalität, zu finanziellen Verlusten für Krankenhaus und Ärzte und zu vermehrten Klagen wegen Fahrlässigkeit. Die Anzahl an Aufnahmen pro Tag kann jedoch mit erstaunlicher Korrektheit vorausgesagt werden.

 

Das Hauptziel dieser Studie war die Entwicklung und Validierung einer klinisch einsetzbaren Software-Pakets, das die Anzahl von Aufnahme akkurat voraussagt, basierend auf der Anzahl von Patienten an Notfallabteilungen an jedem beliebigen Tag des Jahres, unter Berücksichtigung von Peak-Perioden wie etwa bei öffentlichen Feiertagen. Primärer Endpunkt war die Genauigkeit der Voraussagen bei Validierung gegen historische Daten von zwei verschiedenen Krankenhäusern. Das darauf resultierende ‘Patient Admissions Prediction Tool’ kann bei der Verteilung von stationären Patientenbetten helfen, um Überfüllung abzufedern.

 

Die Schlussfolgerungen der Studie: akkurate Werkzeuge zur Voraussage sind wichtige Hilfsmittel in vielen Bereichen von Krankenhausmanagement, einschließlich elektiver OP-Planung, Bettenmanagement und Bereitstellung von Personal.

 

Aktuelle Entwicklungen im italienischen Gesundheitssystem: eine Ansicht aus verschiedenen PerspektivenVon Dario Rosini

Das italienische Gesundheitssystem verändert sich. Ähnlich anderen europäischen Ländern leidet das System an einem Mangel an Ressourcen. Italien erlebt außerdem die Regionalisierung des Gesundheitsmanagements, was wiederum eigene Probleme mit sich bringt. Der Fokus verschiebt sich von stationärer Versorgung zu Erstversorgung bei einem Allgemeinmediziner, und die Kostenrationalisierung ist rasch zum neuen Trend geworden.

 

Die Regionalisierung hat zwei verschiedene Denkarten hervorgebracht, wie man dem Bürger Gesundheitsdienste anbietet. Dies ist eine stark politisierte Angelegenheit, wobei von rechten Parteien geführte Regionen zwischen Lieferanten und Abnehmern unterscheiden, und der Kunde das Recht hat, sich für den Anbieter seiner Wahl zu entscheiden, während mittelinks Regionen ihre Gesundheitsfürsorge auf eine Netzwerk- Konzept basieren und dazu neigen, einen Einfluss auf die Wahl des Bürgers zu nehmen. Der Mangel an Ressourcen und ein nachfolgender Bedarf für Kostenrationalisierung hat bei Ärzten zu Widerstand geführt, ebenso die Verschiebung des Fokus von stationärer zu ambulanter Betreuung; desgleichen hat eine erhöhte Besteuerung in der Bevölkerung eine ähnliche Reaktion hervorgerufen.

 

 


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