Volume 5 / Issue 1 2003 (German) - Nachrichten

Industrienachrichten

Schering schließt mit Wachstum beim US-Umsatz 2002 ab Berlin – „Wir freuen uns besonders über die deutliche Umsatzsteigerung von mehr als 22 Prozent in USDollar," kommentierte Schering-

Vorstandsvorsitzender Dr. Hubertus Erlen das positive Abschneiden des Pharma-Konzerns auf dem US-Markt. im vergangenen Jahr. Im Konzern stieg der Umsatz 2002 nach vorläufigen Berechnungen insgesamt nach Firmenangaben um vier Prozent auf gut fünf Milliarden Euro.

 

Der Gewinn soll im zweistelligen Bereich zugelegt haben, ist aus Unternehmenskreisen zu erfahren. Umsatzträger war 2002 erneut Betaferon (Interferon beta 1-b). Mit dem Multiple-Sklerose-Präparat nahm Schering 783 Millionen Euro ein, was ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt.

 

Beim Kontrazeptivum Yasmin (Drospirenon und Ethinylestradiol) konnte der Konzern die Erlöse auf 152 Millionen Euro mehr als verdoppeln.

 

Bayer steigt über Joint Venture in USA-Telemedizinmarkt ein Leverkusen – Gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen Matshita Electric Industrial (Panasonic) steigt die Bayer Healthcare in den Telemedizin-Markt ein. Beide Unternehmen gründeten zu diesem Zweck die Viterion TeleHealthcare, die zunächst in den USA Produkte und Dienstleistungen für Patienten mit Diabetes und anderen chronischen Krankheiten vermarkten soll. „Die Telemedizin ist ein viel versprechender Ansatz für das Therapiemanagement von Patienten im häuslichen Umfeld”, erläuterte Professor Wolfgang Hartwich, Leiter von Bayer Helthcare Diagnostics. Die Zusammenarbeit sei weltweit angelegt betonte der Bayer Vorstandsvorsitzende Werner Wenning anlässlich der Brüsseler Wirtschaftsgespräche des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Die USA seien aber als Flächenmarkt „der richtige Testmarkt" für Telemedizin.

 

Aventis Und Bayer Stoppen Pläne Für Blutpräparate

Frankfurt – Nach rund einjährigen Verhandlungen das Aus zwischen Bayer und Aventis. Die großen Hoffnungen über eine Zusammenarbeit bei Blutplasma-Produkten wurden mit einer lapidaren Mitteilung der beiden Konzerne Anfang Februar zunichte gemacht: Beide Seiten hätten sich geeinigt, die Pläne zur Gründung eines gemeinsamen Unternehmens nicht weiter zu verfolgen. Bayer kämpft weiter um strategische Allianzen im großen Stil – derzeit offenbar erfolglos.

 

Immerhin wäre das Joint Venture unter Bayer-Führung mit einem Umsatz von rund zwei Milliarden Euro eines der größten Unternehmen auf dem Gebiet der Blutpräparate gewesen. Auch Aventis gab sich in Straßburg noch vor einem Jahr hoch erfreut über die sich anbahnende Kooperation. Der ehemalige Bayer- Chef Manfred Schneider hatte die Zusammenarbeit als „wichtigen Schritt zum Ausbau unser Aktivitäten im Arbeitsgebiet Gesundheit" bezeichnet. Nachfolger Werner Wenning wollte sich bei den Brüsseler BDI-Wirtschaftsgesprächen über die Gründe der geplatzten Fusion nicht äußern.

 

„Wir sind stark genug das Geschäft allein weiter zu entwickeln," heißt es aus dem Konzern selbstbewußt. Der Konzern habe sich bei der Versorgung mit Blutplasma für Medikamente über langfristige Vertäge gesichert. Die Blutbanken von Aventis als einem der führenden Hersteller von Plasma-Proteinen erscheint für Bayer demnach entbehrlich. „Wir warden 2003 in diesem Bereich profitabel sein," kündigte eine Bayer-Sprecherin an.

 

Hospitalia ActivHealth Soll NHS-Image Aufpolieren

London - Die hessische Gesundheitsberatungsgesellschaft „Hospitalia activ- Health" wurde von der britischen Regierung als eine von drei ausländischen Consultings für Beratungsaufgaben zugunsten staatlicher Gesundheitseinrichtungen ausgewählt.

 

In einem europaweiten Auswahlverfahren konnte sich das Oberurseler Unternehmen der Fresenius- Gruppe als eine von acht externen Beratungs-Dienstleistern qualifizieren. Ziel der Blair-Regierung ist es, das angeschlagene Image des britischen Gesundheitswesens des National Health Service (NHS) durch qualifizierte Berater zugunsten einer besseren Patientenversorgung aufzupolieren.

 

Aventis Sieht Sich im Aufwind

Paris – Mit einer Gewinnsteigerung von rund 39 Prozent im Geschäftsjahr 2002 sieht sich die deutsch-französische Pharmagruppe Aventis in deutlichen Aufwind. Die Hausse schlug sich in den Geschäftsaktiva im Jahre 2002 mit einem Reingewinn von rund 2,1 Milliarden Euro nieder gegenüber 1,5 Mrd. Euro im Vorjahr.

 

Der Rückgang des Gesamtumsatzes von 22,9 Mrd. (2001) auf 20,6 Mrd. Euro, was einem Minus von 11,2 Prozent entspricht, erklärt das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Verkauf von Aventis CropScience und Aventis Nutrition. Für die kommenden beiden Jahre rechnet der Vorstandsvorsitzende Igor Landau mit einem zweistelligen Geschäftszuwachs vor allem im pharmazeutischen Bereich, dem Kerngeschäft von Aventis.


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